Aktuelle Info

MRB Weihnachtsfeier 2017 im Restaurant Schwartz

Kalender

MRB Tour 2015

Bild by Hörmi, Markus, Martin - Text by Martin


Mit dabei: Heli, Bertl, Markus, Martin, ... und nach viel Überredung ... Hörmi
(In diesem Jahr konnten wir die Teilnehmerzahl gleich um 25% steigern!!!)
Gefahrene Gesamtstrecke: ÖO - ca. 2300km, NÖ - ca. 2070km





Dienstag 12. Mai: Linz -> Saubersdorf


Für die OÖ-Truppe ging es bereits am Dienstag Abends los, um die erste Etappe bis nach Saubersdorf hinter sich zu bringen. Dort musste bereits am ersten Abend zwischen Bier Nr.1 und Bier Nr.2 an der "neuen" SV vom (kühlwassergeplagten) Martin die erste Reparatur gemacht werden: Der Ausgleichsbehälter musste getauscht werden. Da ließen hilfreiche Tipps natürlich nicht lange auf sich warten: er möge sich beim nächsten Motorrad vielleicht um ein luftgekühltes Model umsehen ...
(ca. 230km)



Mittwoch 13. Mai: Saubersdorf -> Banja Luka


Treffpunkt war, wie üblich, die Tankstelle in Neunkirchen. Nach anfänglichen Diskussionen über das Wetter, die Temperatur, den Termin, Autobahn ja/nein, ... , ging es dann endlich los Richtung Süden. Erschreckend sind die Tabubrüche, die es immer wieder auf unseren Touren gibt: vor einigen Jahren die ersten Seitentaschen, dann der erste Duttlbär, dann die Vermehrung der Griffheizungen, dann das erste Top-Case , ... und heuer hatten wir das erste mal mehr Medikamente mit als manch anderer T-Shirts ...
Nach diversen WC-Stop's und Apothekenaufenthalten, ging es dann zügig durch Ungarn und Kroatien nach Bosnien. Nach Einreiseschwierigkeiten ("ich brauche kein grüne Versicherungskarte") erreichten wir abends ganz schön geschlaucht unser erstes Ziel: Banja Luka. Nachdem wir in unserem Quartier die Betten selber überzogen hatten ("Andere Länder andere Sitten"), schickte man uns mit dem Elektrotaxi in ein sehr gutes Restaurant in der Altstadt, direkt am Fluss Vrbas, unweit der Burg von Banja Luka gelegen. Wir waren das erste mal positiv überrascht von diesem Land!
(ca. 490km)



Donnerstag 14. Mai: Banja Luka -> Dubrovnik


Nach einer "verschnarchten" Nacht zu fünft in einem Zimmer, ging unsere Reise weiter in Richtung Mostar. Diese wunderschöne Altstadt mit der weltweit bekannten Brücke über den Fluss Neretva, war unser Nachmittagsziel - erst dann wollten wir entscheiden, wo es uns am Ende des Tages hinverschlägt (obwohl für Bertl die Entscheidung längst gefällt war). Aber zuerst ging es zig-km in perfekten Radien, und sehr, sehr wenig Verkehr durch enge Schluchten ... wir waren das nächste mal positiv überrascht von diesem Land!
In Bugojno haben wir uns dann anständig verfahren, und haben die falsche Straße erwischt. Wir kamen aber nicht, wie in einem solchen Land zu vermuten ist, auf einen besseren Feldweg - nein - wir fanden die geilste Bergstraße ganz Bosniens. Perfekt genug, dass der Hörmi einen "Hörmi" bekommen hatte ... wir waren ein weiteres mal positiv überrascht von diesem Land!
Nachdem wir gewendet, und 30km wieder zurückgefahren sind, ging es weiter durch enge Schluchten nach Mostar.
Dort vertrauten wir gleich mal unsere Mopeds, inkl. Gepäck, leichtgläubig einem jungen Bosnier an, der aber gut drauf aufgepasst hatte. Wir besichtigten eindringlich die neu aufgebaute Brücke, und fanden wieder ein ausgezeichnetes Lokal, unweit der Brücke ... wir waren ein weiters mal positiv überrascht von diesem Land!
Beim Essen viel dann die Entscheidung: unser nächstes Nachtquartier sollte in Dubrovnik sein! Wir suchten uns die kürzestes Verbindung dort hin, und lernten eine Gegend kennen, wo mehr Schlangen (!!!) als Fahrzeuge auf der Strecke waren.
In Dubrovnik angekommen, suchten wir uns gleich ein Quartier mitten in der Altstadt ... oder besser gesagt zuerst ein Bier mitten in der Altstadt, und dann erst das Quartier ...
(ca. 420km)



Freitag 15. Mai: Dubrovnik-> Seline



Nachdem wir am Vorabend nach unzähligen Bieren und Pelinkovacen, keine Stadtbesichtigung mehr möglich war, taten wir dies am Freitag Vormittag. So schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klatsche: wir sahen was von der Stadt, und vor 11 Uhr durfte von uns ohnehin noch keiner Motorradfahren. Nach unzähligen schmalen Gassen, wunderschön wieder aufgebauten Häusern, imposante Stadtmauern, und, und, und, ... kamen wir zum Entschluss: Ja, muss man mal gesehen haben!
Gegen 11 Uhr sattelten wir dann wieder auf, und machten uns heimwärts auf ... der Weg war ja noch weit! Die vor uns liegende, 200km lange Strecke bis nach Split, besteht fast ausnahmslos aus Küstenstraße. Gefühlt war keine Gerade länger als 500m ... einfach nur geile Kurfen ... ABER SOWAS VON!
Nach dem Mittagessen in Baska Voda kamen wir nach Split: die Verkehrshölle schlechthin: Hitze, stillstehender Verkehr, Baustellen, wahnsinnige Rollerfahrer ...
Irgendwann waren wir aber durch, und wir konnten wieder mit 150 Sachen durchs Land brausen, sodass wir am Abend unser Ziel Seline erreichen konnten.
(ca. 380km)





Samstag 16. Mai: Seline -> Celje



Unser Nachtquartier war solalla ... bei uns war die Dusche und's WC am Balkon ... aber grundsätzlich ok. Für die "Z" war dieser Morgen jedoch ein unüblicher Morgen: es war notwendig ihr mit Imbus- und Gabelschlüssel zu Leibe zu rücken, eine Schraube der Motoraufhängung war abgebrochen. Wir fanden aber gleich in der Nähe einen "Baumarkt" dessen Besitzer ausgesprochen hilfsbereit war, sodass die "Z" bald wieder einsatzfähig war. Lediglich der Bertl konnte erst mit "Luftunterstützung" in seine Lederkombi "flutschen".
Mit großer Freude ging es dann auf die Küstenstraße in Richtung Norden. Unsere rasante Fahrt wurde jedoch in Karlobag durch zu starker Bora gestoppt. Straße gesperrt, wir mussten übers Hinterland ausweichen. Nachdem wir es nicht glauben konnten, versuchten wir es in Senj wieder mit der Küstenstraße, aber die Bora wurde immer heftiger. Also wieder 25km retour. Aus Zeitgründen wichen wir dann auf die (regnerische) Autobahn aus, dass wir schneller zur Slowenischen Grenze kommen. Kleine Unstimmigkeiten bei der Mautstation, was "1" oder "2" bedeutet, löste Markus kurzer Hand, indem er mit dem Heli gemeinsam durch die Schranke fuhr ... bin mir sicher, dass sich die Kassiererin inzwischen auch wieder beruhigt hat.
Dann die nächste Unstimmigkeit: Mokronog oder Celje? Aber Bertl hatte seinen Wunsch bei dieser Tour schon verbraucht, also ... Celje.
(ca. 420km)



Sonntag 17. Mai: Celje -> nach Hause



Für die Heimreise waren wieder alle Regenwolken verzogen, und wir kamen gut voran. Vorausgesetzt mach findet die sehr gut versteckten österreichischen Scheriffs bevor er uns findet.
Bei einem gemütlichen Mittagessen in Zeltweg trennten sich dann die Wege zwischen OÖ und NÖ. NÖ für über die S6 nach Hause, OÖ hatte noch nicht genug, und wählte den Weg über die Berge: Hohentauern, Kauserau, Buchauer Sattel und als Draufgabe noch den Hengstpass.
(ca. 360km)



Epilog


Alles in allem eine SUPER Tour! Sehr viel gefahren - es war von den Tagesetappen mit Abstand die längste Tour die wir je hatten! Ein sehr schönes Land - Bosnien - entdeckt! Lustige Abende - auch wenn unsere Kleinsten schon mal vor 10 ins Bett mussten!

... und wer kann das von sich schon behaupten: Ich war übers Wochenende mal schnell mit dem Straßenbock in Dubrovnik! :)