Aktuelle Info

MRB Weihnachtsfeier 2017 im Restaurant Schwartz

Kalender

MRB-Tour 2014

Bilder by Hörmi und Martin

Erster Tag - Linz => Wr.Neustadt (242km)



Am Dienstag am Abend ging es für die Oberösterreicher bereits los, und die ersten Kilometer waren zu bewältigen. Die beiden mussten aber das Versprechen abgeben, dass der eine beim Kreisverkehr und der andere bei der Garagenausfahrt dieses Jahr ganz besonders aufpassen wird.

Nachdem diese erste Prüfung mit Bravour bestanden war, gab es am Abend ein gemütliches Bier bei Jägsi's Cafe in Winzendorf, wo bei einer Lagebesprechung die weiteren Wege der Tour fixiert wurden.





Zweiter Tag - Wr. Neustadt => Terchova (384km)




Nach ausgiebigen Frühstück starteten wir dann zu viert los - Bertl, Hörmi, Markus und Martin.

Bevor es richtig los ging, musste bereis auf der Jet in Wr.Neustadt das erste mal geschraubt werden. Leider (noch) nicht am Gasgriff ... aber gleich daneben ... denn bei der Fireblade war der Bremslichtschalter nicht/nie angeschlossen. Frage mich, wie/wo man so ein Pickerl bekommt?

Nach der ersten Reparatur ging es dann voller Elan los: Über Eisenstadt, und Bratislava und weiter dann quer in den Norden der Slowakei. Lange Zeit eher unspektakulär über weite Ebene, welche aber dann doch durch hügeliges Gelände abgelöst wurde. Gebremst wurden wir nur durch zum Teil (sehr) schlechte Straßen, LKW-Verkehr und defekten Motorrädern. Dass die ZX9 eine morgendliche Pflege benötigt war ja schon "normal" und sie lief zur Zeit (noch) problemlos. An diesem Tag war es ein weiteres mal die Fireblade, die uns Probleme machte: Das Gewinde für den Befestigungsschrauben bei der Umlenkung der Gangschaltung ist ausgerissen. Zum Glück war aber ein Baumax in der Nähe, bei dem wir uns mit hochqualitativen Schrauben und Werkzeug eindecken konnten (bei diesem Schund wundert uns nichts mehr, dass die Baumarktkette im Osten finanzielle Schwierigkeiten hat). Aber auch das bekamen wir in den Griff, und nach nicht mal einer Stunde war die Fireblade wieder fahr-, bzw. schaltbereit.

Am Abend freuten wir uns dann auf das erste Bier. Nach Abzug eines Zwischensaisonrabatt bezahlten wir nur 1,35 EUR pro Bier - und das sogar für eine echte "Halbe" ... da kann sich so mancher Wirt bei uns was abschauen. Ein krasses Land, dort ist der Liter Sprit teurer als eine Halbe Bier, der kostet nämlich 1,55 EUR...




Die Fotos vom zweiten Tag:


Dritter Tag - Terchova => Zvolen (355km)




Nach dem morgendlichen Service der Ninja (Wasser aus dem Ausgleichsbehälter zurück in den Kühler geben) starteten wir los in Richtung Hohe Tatra. Zu Beginn noch ein recht ruhiger Tag, aber das sollte sich bald ändern...

Polen: Wir machten bei unserer Umrundung der Hohen Tatra einen Abstecher durch Polen. Dabei führte uns unser Weg auch durch Zakopane. Wir waren alle überrascht, wie schön die Gegend dort ist, und mit welcher Liebe zum Detail die Häuser dort gebaut wurden ... überhaupt nicht Ostblockmäßig.

Die Bank: Man glaubt es gar nicht, wozu man die Eisenrohre einer Bank verwenden kann. Wenn man glaubt es ist eine Biegevorrichtung, dann irrt man sich, in der Slowakei sind diese Eisenrohre nämlich eine Abbrechvorrichtung. Und so war es notwendig, mit der Fireblade nur im dritten Gang eine Werkstätte zu suchen.

Ford Model T: Eine Werkstätte war gleich gefunden. Die drei Mechaniker – dürften die selbe Lehrstelle wie unser Skipper Friedl gehabt haben – hatten gleich ein wenig improvisiert, und hatten in kürzester Zeit ein neues Ganggestänge hergezaubert – viel besser als es die Japaner im Original gemacht hatten. Wär dem Hörmi aber diese Missgeschick nicht passiert, so hätten wir nie dieses geile Auto gesehen: Ein Ford Model T, Bj. 1924!!! Die Jungs von der Werkstätte hatten eine riesen Freude mit unserem Interesse, und führten uns ihren Stolz gleich vor. Sie starteten den alten Vierzylinder mit seinen 3l Hubraum und stolzen 20 PS. Erklärten uns, wie kompliziert dieses Ding zu fahren ist, und jammerten über den Verbrauch von 20l auf 100km.

Der Wasserschaden: Nachdem die Fireblade wieder einsatzbereit war, ging unsere Reise wieder weiter. Leider wurde diese jedoch nach wenigen km wieder unterbrochen: diesmal machte die alte Dame – die ZX9 – Zicken. Die grüne Pfütze beim Tanken – anfangs noch als überkochender Ausgleichsbehälter abgetan – wurde immer größer, und bald war klar: die Wasserpumpe ist undicht. Nachdem uns die halbe Slowakei behilflich war, und alle möglichen Reparatureventualitäten durchgesprochen wurden, war klar: die beste Abhilfe ist ein Bodenreibfetzen, den wir unter die Wasserpumpe hinter die Verkleidung gesteckt hatten. Dann noch ein paar Liter Wasser ins Gepäck, und wir haben beschlossen, am nächsten Tag die Heimreise anzutreten.




Fotos vom dritten Tag:


Vierter Tag - Zvolen => Wr. Neustadt (400km)




Auf Grund der inkontinenten ZX9 haben wir am Freitag die Heimreise angetreten. Wir konnten es uns aussuchen: entweder auf der Autobahn nach Bratislava, oder Bundesstraße. Nach dem – eh schon wissen - morgendlichen Umfüllen des Kühlmittels vom Ausgleichsbehälter in den Kühler zurück, kommt seit gestern auch nachfüllen von Kühlflüssigkeit, sowie auswinden des Bodenfetzens dazu. Wir haben aber gesehen, dass nicht viel Wasser fehlt, und waren der Meinung: die 9er hält. Daher fuhren wir in kleinen Umwegen zuerst nach Ungarn, und dann an der Donau entlang bis nach Györ und weiter nach Sopron. In Ungarn mussten wir noch einen Abstecher machen, um den Z-Fahren mal zu zeigen, dass auch mit ihren Mopeds mehr als 250km mit einer Tankfüllung möglich ist.

Kurz nach der Grenze zu Österreich erwartete uns ein schwarzes Gewitter. Aber zum Glück wissen die “Neustädter” in dieser Gegend viele Gassen und kleine Ortschafltn, wo es keinen Regen gibt ... und hoffentlich auch keine Bullen ...

Am Abend gab es dann den Ausklang der Tour in Bertls Poolstüberl.




Fotos vom vierten Tag:


Fünfter Tag - Wr. Neustadt => Linz (261km)




Nachdem in der Nacht auch die letzten Bäume umgeschnitten wurden, und der letzte Schluck Rum verdaut war, gab es für die Oberösterreicher noch die Heimreise übers Niederalpl und Wildalpen. Wenn wir es nicht besser gewusst hätten, hätten wir bei der extrem schlechten Straße um Wildalpen geglaubt, wir wären noch immer in der Slowakei...

Zum Abschluss der Tour durfte die älteste Dame auch noch ihren 60er feiern. Es handelt sich dabei aber nicht um die 60 Liter Kühlwasser, die sie auf dieser Tour verbraucht hatte, sondern um die 60.000 km, die sie in den letzten 18 (!!!) Jahren immer brav gelaufen ist.





Fazit


- die Preise in der Slowakei für Essen, Trinken und Schlafen sind extrem günstig
- es ist ganz nett in der Slowakei Motorrad zu fahren
- was nicht “nett” ist, dass sind die Roma-Siedlungen
- soviel repariert wurde noch auf keiner Tour
- die Leute waren extrem hilfsbereit

- es macht auch zu viert Spaß auf MRB-Tour ...

... es können aber nächstes Jahr ruhig wieder mehr MRB’s mitfahren ;-)