25.-28.05.2006 - 1. Girls-Tour ... diesmal nicht nach Caorle
(by Martin)

Im neunten Jahr unseres Bestehens haben wir erstmals zusätzlich zur original MRB-Tour eine Tour mit unseren Girls geplant - und ich meine da jene aus Fleisch und Blut und nicht die Motorrder. Wir mussten doch den Mädls mal zeigen, wie anstrengend eigentlich so eine Tour sein kann, und dass so etwas eigentlich harte Arbeit ist, und nicht viel mit Spass und Erholung zu tun hat. Nach anfänglicher Begeisterung auf allen Seiten sind wir am am Christi-Himmelfahrt-Tag in der schönen Steiermark gestartet ... zu viert auf zwei Motorrädern.

1. Tag: schmierige Hände
Die (pünktliche) Abfahrt stellte sich schwieriger als erwartet heraus. Schuld daran war nicht der übermässige Alkoholgenuss vom Vorabend - nein - auch nicht die Unpünktlichkeit eines MRBs - nein - es wollte einfach meine 9er an diesem Tag nicht so richtig. Aber nachdem wir (zwei mal) den Tank und den Luftfilter abgebaut und die Kerzenstecker gereinigt hatten, war meine alte Dame wieder zufrieden, und einer geilen Tour stand nichts mehr im Wege. So eine technische Meisterleistung wäre das ganze ja gar nicht gewesen, daher kann ich nicht ganz verstehen, warum sich ein deutscher R6-Fahrer am Stella-Sattel in einer Kehre unbedingt vor uns verneigen musste...
Nachdem wir ihn gemeinsam wieder auf die Räder gestellt hatten ging es weiter bis wir am Abend erschöpft in unserem Etappenziel in Bruneck angekommen sind.

2. Tag: wo gehts da nach Caorle
Nach einem kalten Abend und einer kalten Nacht in Bruneck haben wir beschossen, wir müssen in wärmere Gebiete fahren. Unsere Mädls haben natürlich sofort eine geeignete Location gefunden, und so starteten wir los Richtung Caorle. Das blöde ist nur, dass in ganz Südtirol nirgends der Weg nach Caorle angeschrieben ist, also mussten sie sich wohl oder übel mit dem Lago di Ledro zufrieden geben ... nachdem am Gardasee kein Zimmer zu finden war. Aus Angst vor einer erneuten kalten Nacht, hatten wir vorgesorgt: Wir haben einfach den Schnapsbestand an der Hotelbar bis zum kollektiven Sendeschluss drastisch dezimiert...

3. Tag: hab ich einen blöden Schädel
Solch eine nächtliche Schnaps-Aktion - wir hätten eh lange gesucht, aber keinen Zirmschnaps gefunden - schlägt sich natürlich in der Fahrtauglichkeit am nächsten Tag nieder. Also haben wir mal beschlossen das Ganze etwas gemütlicher anzugehen. Nachdem uns aber das Landstrassen- und Autobahnrasen bald ganz schön am Sender ging, bogen wir doch wieder ab in Richtung Dolomiten und gaben uns mehrere geile Pässe bis wir am Abend unseren Zielort Aronzzo erreichten. Dort haben wir dann natürlich noch das eine oder andere Forst getrunken bis sich die Strapazen der letzten Tage bemerkbar machten.

4. Tag: die Heimreise
Es war an der Zeit die letzten km dieser tollen Tour abzuspulen - diesmal sogar ohne schmerzende Köpfe vom Vorabend. Wieder in der Heimat angekommen haben wir einen neuen Werbespruch für Kärnten entdeckt: "die Strassen in Kärnten san a Wahnsinn!"
Aus eigener Erfahrung musste ich feststellen, dass die Endurorunde in Lenthi zu den Strassen unserer südlichern Nachbarn wie eine Autobahn ist.

Fazit der Reise: Unseren Mädls hat es sehr gut gefallen und sie haben versprochen wieder mal eine Tour mit uns zu fahren. Aber das Blödeste an solch einer anstrengenden Tourist, dass man das Schlafen nicht geniessen kann ... weil man ja davon nichts mitbekommt...
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