26.06.2005 Tauchen im Grundlsee - Tauchglocke

Mit dabei: Tom, Martin und als Unterstützung Sigi

Es wurde für Tom und Martin schön langsam an der Zeit, ihr Tauch-Equipment endlich vom Salz des Roten Meeres zu befreien. Warmduscher nehmen dazu eine große Wanne, füllen diese mit reichlich Süßwasser und waschen alle Teile darin. Echte MR-Taucher nehmen dazu aber einen sehr großen Wasserbehälter - nämlich unseren "Haus-See", den Grundlsee!

Noch verwöhnt vom warmen Roten Meer mit all seinen Eindrücken von bunten Korallengärten und milliarden von Fischen, zwängten wir uns in unserem astronautenanzugähnlichen Hochgebirgssee-Neopren. Jetzt fehlten nur noch die 7mm Neoprenhandschuhe, um sich vor Frostbeulen an den Fingern zu schützen, und schon kann's rein gehen ins kühle Nass. Nach schwierigen Abstieg zum See mit 40kg am Rücken kamen dann noch ein paar akrobatische Übungen um zwischen den Steinen in die Flossen zu kommen - ach wie schön war die Zeit auf der "Heaven-Majesty".

Aber jetzt die Luft aus dem Jacket lassen und schon geht's abwärts. Die Sicht war überraschend gut, ca. 3 bis 5 Meter, und nach ca. 5 Minuten das erste "Highlight" - ein Christbaum vom letztjährigen Weihnachtstauchen. Nach weiteren 5 Minuten - hab ich mich jetzt getäuscht, oder war da wirklich ein Fisch? Nach weiteren 5 Minuten und 10 Meter tiefer erreichen wir den Felsen mit der Taucherglocke. Es ist immer wieder ein imposanter und auch leicht unheimlicher Anblick, wenn man zu diesem Felsen kommt, der eigentlich überhaupt nicht in diese Gegend passt. Er ragt wie ein großer, ca. 10 Meter hoher schwarzer Hinkelstein aus einer wüstenähnlichen grauen Schlammlandschaft. An der Spitze ist mit massiven Ketten die Glocke angebracht. Schnell eine Runde um den Felsen herum und rein in die Glocke. Es ist immer wieder ein Genuss, wenn man sich 8 Meter unter Wasser unterhalten kann, obwohl diesmal die Luft sehr stickig drinnen war. Nach kurzer Fotosession tauchten wir nochmals entlang des Felsens ab - ist fast wie Steilwandtauchen - und betrachteten noch die alte Waschmaschinentrommel, die Campingliege und das alte Fahrrad auf 18 Meter, bis uns trotz schützendem Anzug bei 9°C doch kalt wurde. Also gemütlich austauchen war angesagt, und so kamen wir nach insgesammt 34 Minuten wieder an die Wasseroberfläche. Wir haben auch noch den einen oder anderen Fisch gesehen, und hatten eine Begegnung mit einer sehr fotogenen Aalrute. Im Volksmund wird dieser Fisch auch "Grundl" genannt, von dem der See auch seinen Namen hat.

Oben wartete die Sigi schon auf uns, die uns beim lästigen abrödeln tatkräftig unterstützte. Danach musste das ganze Zeugs noch alles abgebaut und verstaut werden - ach wie schön war die Zeit auf der "Heaven-Majesty" - und einem abschließendem Deko-Bier bei der Tauchbasis in Gössl stand nichts mehr im Wege.
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